Bluthochdruck: Welche Erkrankungen stecken dahinter?

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck – in der Fachmedizin als Hypertonie bezeichnet – wird häufig mit Stress, mangelnder Bewegung oder einer ungesunden Ernährung in Verbindung gebracht. Doch oft liegt die Ursache tiefer: Verschiedene organische Erkrankungen können den Druck in den Gefäßen gefährlich in die Höhe treiben. In diesen Fällen sprechen Mediziner von einer sekundären Hypertonie, bei der die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems durch ein anderes Leiden gestört wird.

Besonders häufig sind Nierenerkrankungen der Auslöser. Da die Nieren maßgeblich an der Flüssigkeits- und Salzregulierung sowie an der Hormonsteuerung des Blutdrucks beteiligt sind, führen Funktionseinschränkungen fast immer zu steigenden Werten. Auch Durchblutungsstörungen der Nierenarterien spielen hier eine zentrale Rolle. Ebenso können chronische Lungenerkrankungen das Zusammenspiel von Sauerstoffaufnahme und Blutzirkulation belasten, was den Druck im gesamten System erhöht.

Ein weiterer biologischer Faktor sind Gefäßveränderungen. Gefässentzündungen schädigen die Arterienwände und engen die Strombahn des Blutes ein. Eine seltene, aber gravierende angeborene Ursache ist die Aortenisthmusstenose, eine Verengung der Hauptschlagader. Hierbei muss das Herz unter extremem Kraftaufwand gegen den Widerstand anpumpen, was zu lebensgefährlichen Blutdruckspitzen im Oberkörper führt.

Abseits von Organfehlfunktionen ist das nächtliche Schnarchen ein oft unterschätzter Risikofaktor. Liegt eine sogenannte Schlafapnoe vor, kommt es zu längeren Atempausen im Schlaf. Der dadurch entstehende Sauerstoffmangel versetzt den Körper in akuten Alarmbereitschaftsmodus. Es werden massenhaft Stresshormone ausgeschüttet, die Gefäße verengen sich und der Blutdruck steigt langfristig an. Wer unter chronischem Hochdruck leidet, sollte daher stets die körperlichen Ursachen sowie das eigene Schlafverhalten gründlich von einem Arzt abklären lassen.

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