Wann wird Bienenwachs weich – und wann flüssig?

Wer schon einmal eine Kerze aus Bienenwachs in der Hand hielt, kennt das leichte Nachgeben beim Druck. Bereits bei 25 bis 40 Grad Celsius wird Bienenwachs weich und lässt sich formen – fast wie Knetmasse. Das ist auch der Grund, warum eine Bienenwachskerze an einem warmen Sommertag leicht an Form verlieren kann, wenn sie in der prallen Sonne liegt.

Erst bei deutlich höheren Temperaturen, genauer zwischen 62 und 65 Grad, schmilzt das Wachs vollständig und wird flüssig. In diesem Zustand kann es zum Beispiel zum Gießen von neuen Kerzen oder zur Weiterverarbeitung in der Naturkosmetik genutzt werden. Interessant ist, dass Bienenwachs nicht nur ein natürliches Produkt ist, sondern auch eine besondere Verbindung von Wärme und Licht symbolisiert – sei es in der Flamme einer Kerze oder als Träger von Pflegeeigenschaften in Salben.

Die besondere Zusammensetzung des Wachses – voller natürlicher Harze und Aromastoffe – macht es so stabil und doch geschmeidig bei milder Wärme. Es reagiert sensibel auf Temperatur, was es sowohl zu einem faszinierenden Naturprodukt als auch zu einer Herausforderung bei der Lagerung macht. Wer Bienenwachs aufbewahrt, sollte es daher kühl und trocken lagern – am besten weit weg von Heizungen oder direktem Sonnenlicht.

Ob als Kerze, Creme oder Bienenwaben-Siegel: Bienenwachs beweist jeden Tag aufs Neue, wie vielseitig ein Produkt der Natur sein kann – wenn man nur seinen Rhythmus versteht.

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