Wann entsteht Kondenswasser?
Feuchte Luft kann unterschiedlich viel Wasserdampf halten – je wärmer sie ist, desto mehr. Wenn die Luft abkühlt, verringert sich ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Sinkt die Temperatur auf einen bestimmten Punkt, kann die Luft das Wasser nicht mehr halten. Dann entsteht Kondenswasser.
Bei einer Abkühlung von 18 °C auf 15 °C kann es bereits zur Bildung von Kondensat kommen – besonders, wenn die Luft zuvor feucht war. Man sieht das zum Beispiel morgens als Tau auf Gräsern oder als Nebel in kühlen Räumen. In Wohnräumen zeigt sich Kondenswasser oft an kalten Fenstern oder auf Wänden, wo es zu Schimmel führen kann, wenn keine ausreichende Belüftung sichergestellt ist.
Der Taupunkt ist der entscheidende Moment: Es ist die Temperatur, bei der die Luft so vollgesättigt mit Feuchtigkeit ist, dass sie kondensiert. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto höher liegt auch der Taupunkt – und desto leichter bildet sich Kondenswasser. Bei 60 % Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei etwa 12 °C. Wird eine Wand oder Scheibe kälter, z. B. durch Zugluft oder schlechte Dämmung, sammelt sich dort Wasser an.Wer verhindern möchte, dass Feuchtigkeit sichtbar wird, sollte regelmäßig lüften und für gleichmäßige Raumtemperaturen sorgen. So bleibt die Luft frisch, und Kondenswasser hat keine Chance.
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