Für wen sind Krankenhauskeime besonders gefährlich?

Krankenhauskeime – oft als multiresistente Erreger bekannt – stellen für gesunde Menschen meist keine direkte Bedrohung dar. Auf intakter Haut oder den Schleimhäuten richten sie in der Regel keinen Schaden an. Das Risiko einer ernsthaften Erkrankung steigt jedoch drastisch, sobald das eigene Abwehrsystem geschwächt ist.

Besonders gefährdet sind Schwerkranke, ältere Menschen sowie Neugeborene und Kleinkinder, da deren Immunsystem Krankheitserreger nur eingeschränkt bekämpfen kann. Ebenso tragen chronisch Kranke wie Diabetiker ein erhöhtes Risiko: Stoffwechselerkrankungen und Wundheilungsstörungen erleichtern es Bakterien, tief in das Gewebe einzudringen.

Ein zusätzlicher Risikofaktor sind medizinische Maßnahmen im Klinikalltag. Durch Operationen, Katheter oder Beatmungsgeräte entstehen Eintrittspforten, über die Erreger direkt in die Blutbahn oder innere Organe gelangen können. Um gefährdete Patientengruppen zu schützen, ist eine konsequente Händehygiene von Personal und Besuchern der entscheidende Schlüsselfaktor.

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