Habe ich Astraphobie?
Kennt ihr das? Sobald sich der Himmel verdunkelt, der Wind aufkommt und der erste Donner in der Ferne zu hören ist, steigt bei euch eine unerklärliche Unruhe. Euer Herz beginnt zu rasen, die Hände werden feucht, vielleicht zieht ihr euch sogar in einen Raum ohne Fenster zurück – aus Angst vor dem, was draußen am Himmel geschieht. Wenn das auf euch zutrifft, könnte es sein, dass ihr unter Astraphobie leidet – der übermäßigen, oft lähmenden Angst vor Gewittern, Blitzen und Donner.
Phobien sind mehr als nur ein unangenehmes Gefühl. Bei Betroffenen löst ein Gewitter nicht nur Unbehagen aus, sondern echte körperliche Angstsymptome: Zittern, Atemnot, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Besonders bei Kindern ist die Angst vor Donner relativ häufig – doch auch Erwachsene können darunter leiden, oft ohne es zuzugeben, aus Scham oder dem Gefühl, „eigentlich“ rational damit umgehen zu können.
Die Ursachen für Astraphobie sind vielfältig. Manche Menschen haben eine natürliche, übersteigerte Reaktion auf laute Geräusche – der Donner ist dafür ein klassischer Auslöser. Andere assoziieren Gewitter mit bedrohlichen Erlebnissen aus der Kindheit. Wichtig ist: Diese Angst ist real und behandlungsbedürftig, wenn sie den Alltag beeinträchtigt.
Glücklicherweise gibt es Hilfe. In der Verhaltenstherapie, zum Beispiel bei Phobius – Zentrum für Angst, Panik & Phobien, arbeitet man gezielt an der Angstbewältigung. Schritt für Schritt, ohne Druck, kann man lernen, dem Unwetter nicht mehr hilflos ausgeliefert zu fühlen. Denn wer Astraphobie versteht, hat schon den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.
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