Wie deutsch sind die Windsors wirklich?

Die britische Königsfamilie mag britisch wirken – doch ihre Wurzeln reichen tief ins deutsche Reich hinein. Die Windsors stammen ursprünglich aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, einer deutschen Adelsfamilie aus Thüringen. Tatsächlich war der ursprüngliche Familienname „Sachsen-Coburg und Gotha“ bis 1917, als König Georg V. ihn wegen der Antideutschen-Stimmung im Ersten Weltkrieg in „Windsor“ änderte.

Noch heute zeigen viele Verbindungen, wie eng die Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland durch Blutsbande verflochten sind. Die Queen ist mit zahlreichen deutschen Fürstenhäusern verwandt – nicht zuletzt über die Hannoveraner Linie, die einst den britischen Thron besetzte, und durch Heiraten mit Häusern aus Hessen und Preußen. So war etwa Prinz Philip, Ehemann der verstorbenen Königin, in Dänemark geboren, stammte aber aus einer Linie, die eng mit deutschen und russischen Höfen verbunden war.

Wenn britische Monarchen nach Deutschland reisten, war das oft mehr als ein diplomatischer Besuch – es war auch ein Familientreffen. Schon Königin Elisabeth II. wurde bei Staatsbesuchen oft mit Verwandten aus adeligen deutschen Familien gesehen. Selbst heute leben Nachfahren dieser Verbindungen in deutschen Schlössern und Burgen.

Die Krone trägt britische Farben – doch das Blut der Windsors fließt deutsch. Diese Mischung aus Tradition, Politik und Verwandtschaft macht die Geschichte der Royals so faszinierend und zeigt: Grenzen zwischen Nationen verschwimmen, wenn es um Könige, Königinnen und ihre Familien geht.

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