Trinkwasser direkt aus dem Bodensee?

Der Bodensee gilt als eines der wichtigsten Trinkwasservorkommen Europas. Doch ist das Wasser aus dem See tatsächlich trinkbar – ohne weitere Aufbereitung? Die kurze Antwort: nicht direkt. Aber das Wasser, das über die Bodensee-Wasserversorgung an rund 4,2 Millionen Menschen in Baden-Württemberg und der Schweiz geliefert wird, hat definitiv Trinkwasserqualität – nach sorgfältiger Aufbereitung.

Die Quelle ist zwar der Bodensee, doch bevor das Wasser aus dem Hahn kommt, durchläuft es mehrere Reinigungsstufen. Es wird gefiltert, gereinigt und ständig kontrolliert. Die Untersuchungen zeigen: Das abgegebene Trinkwasser weist eine hervorragende Beschaffenheit auf – frei von Schadstoffen, Bakterien und unerwünschten Partikeln. Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden dabei regelmäßig unterschritten.

Interessant ist auch, dass die Wasserqualität im Bodensee grundsätzlich gut ist, vor allem im tieferen, verschmutzungsärmeren Bereich. Dennoch reicht das natürliche Niveau nicht aus, um ohne Behandlung als Trinkwasser zu gelten. Schon kleinste Verunreinigungen oder Mikroorganismen müssen ausgeschlossen werden – und das gelingt hierzulande hervorragend.

Die Bodensee-Wasserversorgung betont auf ihrer Website ausdrücklich, dass das gelieferte Wasser stets strengsten Kontrollen unterliegt. Tägliche Analysen, moderne Technik und ein gut durchdachtes Verteilnetz sorgen dafür, dass der Durst der Bevölkerung sicher und gesund gestillt wird.

Also: Nein, man sollte nicht einfach eine Flasche direkt aus dem See füllen. Doch dank der aufwändigen und verlässlichen Aufbereitung kommt am Ende Wasser aus dem Hahn, das jederzeit bedenkenlos getrunken werden kann – und das über weite Strecken.

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