Schulferien in Frankreich: Lange Sommerfreizeit und gleichmäßige Pausen

Ja, Frankreich hat Sommerferien – und sie sind ziemlich lang. Im Durchschnitt dauern die großen Sommerferien ganze acht Wochen. Sie beginnen meist Anfang Juli im Süden und etwas später im Norden, reichen aber bis Ende August. Für viele Familien bedeutet das ausreichend Zeit für Reisen, oft an die Küste oder ins Gebirge.

Ein besonderes Merkmal des französischen Schulsystems ist die Aufteilung des Jahres in mehrere Ferienblöcke. Alle sieben Wochen gibt es etwa zwei Wochen Pause – ein Rhythmus, der helfen soll, die Belastung für Schüler zu verringern und das Lernen effektiver zu machen. Diese Regelung gilt landesweit, wobei es bei den Winter- und Osterferien regionale Unterschiede gibt.

Die Winterferien im Februar sowie die Osterferien im April sind in drei Zonen (A, B, C) aufgeteilt, sodass nicht alle Schulen gleichzeitig frei haben. Das entlastet Reiseziele und Ferienunterkünfte. Paris und Umgebung liegen beispielsweise in Zone C, während andere Regionen wie Marseille in Zone A liegen können. Diese Staffelung sorgt dafür, dass der Andrang auf Skigebiete oder Flughäfen besser verteilt ist.

Die Ferienpläne werden von der französischen Bildungsbehörde festgelegt und gelten für Grund- und weiterführende Schulen. Feiertage wie der 14. Juli (Bastille-Tag) oder Pfingsten sind zusätzlich arbeitsfrei, was die Pausen oft noch verlängert.

Wer also im Sommer nach Frankreich reist, sollte sich auf viele freie Kinder und volle Ferienstraßen einstellen – besonders in den ersten sechs Wochen nach Schulende. Doch die lange Auszeit hat auch ihren Reiz: Für Familien, Lehrer und Schüler ist der lange Sommer eine willkommene Erholung nach einem intensiven Schuljahr.

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