Gab es wirklich einmal einen 30. Februar?
Heute wissen wir: Der Februar hat entweder 28 oder in Schaltjahren 29 Tage. Ein 30. oder gar 31. Februar scheint unmöglich – doch in der Geschichte hat es tatsächlich einen 30. Februar gegeben.
Der heute verwendete gregorianische Kalender, der sich nach dem Sonnenjahr richtet, kennt diesen Tag nicht. Doch im Laufe der Jahrhunderte gab es verschiedene Kalenderreformen, und nicht alle hielten sich strikt an dieselben Regeln. So führte beispielsweise der französische Republikkalender, der von 1793 bis 1805 in Gebrauch war, ein eigenes Zeitrechnungssystem ein. Obwohl er keine zusätzlichen Tage im Februar vorsah, inspirierte er spätere Experimente mit Datumsanpassungen.
Interessanterweise tauchte der 30. Februar tatsächlich einmal offiziell auf – aber nicht im Westen. Im Jahr 1930 und nochmals 1931 führte die Sowjetunion einen sogenannten revolutischen Kalender ein, im Rahmen von Versuchen, die Arbeitswochen neu zu strukturieren. Um Feiertage gleichmäßiger zu verteilen, wurden Schalttage eingeführt – darunter auch ein 30. Februar, der nur sehr kurze Zeit Bestand hatte.
Diese Experimente hielten jedoch nicht lange. Bereits in den späten 1930er Jahren kehrte die Sowjetunion zum traditionellen Kalender zurück. Heute ist der 30. Februar also nur noch eine kuriose Fußnote der Geschichte.
Dennoch zeigt dieser seltene Tag, dass selbst etwas so Statisches wie unser Kalender mal flexibel sein kann – wenn auch nur für kurze Zeit.
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