Die Tochter des Reichsmarschalls: Edda Göring

Hermann Göring, ein zentraler Akteur im nationalsozialistischen Regime und einer der engsten Vertrauten Hitlers, hatte eine Tochter: Edda Göring. Geboren am 2. Juni 1938 in Berlin, war sie das einzige Kind aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Emmy Sonnemann, die er 1935 heiratete. Das Paar ließ sich von der nationalsozialistischen Propaganda stilisiert als Musterfamilie präsentieren – Edda wurde bereits als Baby zum Symbol erhoben, unter anderem mit einem pompösen Taufakt in der Waffen-SS-Kaserne.

Im Schatten des Vaters verbrachte Edda ihre Kindheit in Luxus, vor allem im prachtvollen Carinhall, der von Göring nach seiner ersten Frau benannten Villa in der Nähe Berlins. Doch nach 1945 brach diese Welt zusammen. Hermann Göring wurde nach dem Krieg verhaftet und 1946 in Nürnberg hingerichtet. Edda wuchs danach weitgehend im Verborgenen auf, unter dem Schutz ihrer Mutter in München.

Als Erwachsene lebte sie zurückgezogen und vermied die Öffentlichkeit. Trotz ihres prominenten Namens führte sie ein ruhiges Leben, ohne sich politisch zu äußern oder in Erscheinung zu treten. Edda Göring starb am 21. Dezember 2018 in München. Ihre Geschichte bleibt ein düsteres Kapitel deutscher Zeitgeschichte – das Schicksal eines Kindes, das in die Propaganda des Regimes hineingeboren wurde und deren Last bis ins hohe Alter trug.

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