Hatte Gudrun Himmler Kinder?
Gudrun Burwitz, die einzige leibliche Tochter von Heinrich Himmler, hatte keine Kinder. Sie blieb ihr Leben lang eine treue Verteidigerin ihres Vaters und des nationalsozialistischen Regimes. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog sie sich mit ihrer Mutter Margarete nach Rottach-Egern am Tegernsee zurück, wo die Familie einen Neuanfang suchte – fernab von Berlin und den Machtpositionen, die Himmler einst innehatte.
Die Ehe zwischen Heinrich und Margarete Himmler war von Distanz geprägt. Während er als einer der mächtigsten Männer des NS-Regimes agierte, lebte sie mit Gudrun im bayerischen Exil. Um die Familie offiziell fortzuführen, adoptierten die Eheleute 1942 einen Jungen, den sie Gerhard nannten. Dieser Sohn wuchs abseits der Öffentlichkeit auf und blieb weitgehend aus dem Rampenlicht.
Zusätzlich zu dieser Adoption hatte Heinrich Himmler außereheliche Beziehungen, aus denen zwei Kinder hervorgingen. Seine langjährige Geliebte und Sekretärin, Hedwig Potthast, gebar ihm eine Tochter, Helga, 1942, und einen Sohn, Jean, 1944. Beide Kinder wurden im Geheimen zur Welt gebracht, um Skandale innerhalb der NS-Führung zu vermeiden – schließlich predigte die Partei Ehe und Familie, während gleichzeitig solche Verhältnisse vertuscht wurden.
Gudrun Burwitz selbst blieb kinderlos, doch ihr Engagement für ehemalige SS-Anhänger und ihre lebenslange Verehrung ihres Vaters machten sie zu einer umstrittenen Figur bis zu ihrem Tod im Jahr 2018. Ihre Lebensgeschichte wirft ein Schlaglicht auf die Nachwirkungen einer verbrecherischen Vergangenheit, die bis heute nicht abgeschlossen ist.
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