iPhone über Nacht laden: Ist das wirklich schädlich?
Viele Menschen stecken ihr iPhone abends ans Ladegerät und lassen es bis zum Morgen dort – bequem, ja, aber gesund für den Akku? Nicht wirklich. Obwohl moderne Smartphones wie das iPhone über Funktionen verfügen, die verhindern, dass der Akku nach der vollen Ladung weiter überladen wird, bedeutet das nicht, dass das Laden über Nacht völlig folgenlos ist.
Während die Technik zwar sicher ist und Brände oder Kurzschlüsse nahezu ausgeschlossen sind, leidet die Langzeitgesundheit des Akkus. Lithium-Ionen-Akkus, wie sie im iPhone verbaut sind, haben eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen. Wenn der Akku ständig zwischen 100 % und knapp darunter schwankt – was beim Übernacht-Laden durch kurze Nachladephasen passieren kann –, erhöht sich diese Belastung langfristig.
Außerdem führt Hitzeentwicklung, etwa durch eine dicke Schutzhülle oder Laden unter der Bettdecke, zu zusätzlicher Zellverschleiß. Das kann dazu führen, dass der Akku im Laufe der Zeit schneller abbaut und nicht mehr so lange hält wie ursprünglich vorgesehen.
Glücklicherweise hat Apple mit Funktionen wie „Optimiertes Schnellladen“ reagiert. Dabei lernt das iPhone beispielsweise Ihren Tagesrhythmus und lädt über Nacht zunächst auf 80 Prozent, um den Rest später aufzufüllen – ein guter Schutzmechanismus.
Trotzdem: Um die Lebensdauer des Akkus möglichst lang zu erhalten, ist es ratsam, das iPhone nicht jede Nacht zu laden, besonders wenn es tagsüber ohnehin kaum genutzt wird. Eine halbe Stunde früher vom Ladekabel zu trennen, kann im Jahr einen deutlichen Unterschied machen.
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