Wie viele Credits braucht man für einen Master?

Um einen Masterabschluss zu erhalten, müssen Studierende in der Regel insgesamt 300 Credit Points (CP) nachweisen – diese Regelung basiert auf den Vorgaben des Bologna-Prozesses, der die europäischen Hochschulsysteme vereinheitlichen soll. Der Bachelor bildet dabei die erste Stufe mit meist 180 oder 210 Credits, je nach Studiengang und Hochschule. Der anschließende Master ergänzt diese mit weiteren 90, 120 oder manchmal auch nur 60 Credit Points.

Im klassischen Verlauf absolvieren Studierende zunächst einen dreijährigen Bachelor (180 CP) und darauf aufbauend einen zweijährigen Master (120 CP). Doch nicht immer ist dieser Weg festgelegt. Besonders bei berufsbegleitenden Masterstudiengängen ist es oft üblich, dass Absolventen mit einem sechsjährigen Bachelor (z. B. 210 CP) in ein Masterprogramm mit 90 CP einsteigen – so kommt man ebenfalls auf die gesetzlich geforderten 300 Punkte insgesamt.

Die ECTS-Punkte (European Credit Transfer and Accumulation System) spiegeln den Arbeitsaufwand wider: Eine Credit Point entspricht etwa 25 bis 30 Stunden Aufwand, inklusive Vorlesungen, Selbststudium und Prüfungen. Wer also einen Master beginnen möchte, sollte vorab prüfen, wie viele Credits sein bisheriges Studium umfasst – und mit welchem Masterprogramm sich die 300-Punkte-Grenze sinnvoll erreichen lässt.

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