Wie funktioniert die fäkal-orale Übertragung?

Im Alltag begegnen uns unzählige Krankheitserreger, doch ihre Ansteckungswege unterscheiden sich grundlegend. Ein besonders häufiger Begriff in der Infektionslehre ist die sogenannte fäkal-orale Übertragung. Doch was verbirgt sich konkret dahinter?

Bei diesem Übertragungsweg gelangen Krankheitserreger, die mit dem Stuhl (fäkal) eines Infizierten ausgeschieden wurden, über den Mund (oral) in den Organismus einer anderen Person. Meist geschieht dies im Rahmen einer Klassischen Schmierinfektion.

Mikroskopisch kleine Stuhlspuren gelangen dabei oft unbemerkt auf die Hände, auf Alltagsgegenstände wie Türgriffe oder Mobiltelefone sowie in verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel. Berührt man diese kontaminierten Flächen und fasst sich danach an den Mund oder nimmt Nahrung auf, wandern die Keime direkt in den Magen-Darm-Trakt.

Typische Vertreter, die auf diesem Weg weitergegeben werden, sind Magen-Darm-Viren wie Noroviren und Rotaviren, aber auch das Hepatitis-A-Virus sowie verschiedene Bakterienarten. Der wirksamste Schutz vor einer Ansteckung ist denkbar einfach: eine gründliche Händehygiene mit Wasser und Seife, insbesondere nach dem Toilettengang und vor der Zubereitung von Speisen.

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