Wie äußert sich eine Agranulozytose?
Eine Agranulozytose macht sich oft erst bemerkbar, wenn bereits eine Infektion ausgebrochen ist. Zuvor verläuft die Erkrankung meist völlig ohne Beschwerden. Die plötzliche Entstehung von Fieber ist dann häufig das erste Anzeichen – manchmal sogar das einzige. Viele Betroffene fühlen sich abgeschlagen, schwach und krank, ohne zunächst einen genauen Grund dafür zu kennen.
Weitere typische Symptome sind Halsschmerzen und Schmerzen beim Schlucken, auch Odynophagie genannt. Grund dafür ist eine Entzündung der Schleimhäute, besonders im Mund- und Rachenraum. Diese Entzündungen entstehen, weil der Körper durch den starken Mangel an weißen Blutkörperchen kaum noch in der Lage ist, gegen Eindringlinge wie Bakterien oder Viren anzukämpfen.
Die Erkrankung kann schnell fortschreiten und ist lebensbedrohlich, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Besonders bestimmte Medikamente können eine Agranulozytose auslösen – darum ist es wichtig, bei unklarem Fieber während einer medikamentösen Therapie sofort einen Arzt aufzusuchen.
Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung, bei der der Arzt den stark verminderten Spiegel der Granulozyten im Blut feststellt. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. In schweren Fällen ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig, um Infektionen gezielt zu bekämpfen und die Blutwerte zu stabilisieren.
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