Wann darf Novalgin nicht verwendet werden?

Novalgin, das den Wirkstoff Metamizol enthält, ist ein starkes schmerz- und fiebersenkendes Mittel. Doch es ist nicht für jeden geeignet. Besonders wichtig: Bei bestehender Hypotonie – also niedrigem Blutdruck – und bei instabiler Kreislaufsituation darf Novalgin nicht eingesetzt werden. In solchen Fällen kann es zu weiteren, teilweise schwerwiegenden Blutdruckabfällen kommen.

Auffällig ist, dass solche hypotensiven Reaktionen häufiger auftreten, wenn Metamizol parenteral, also als Injektion oder Infusion verabreicht wird. Hier geschieht die Aufnahme direkt in den Blutkreislauf, weshalb die Wirkung schneller und intensiver einsetzt. Bei oraler Einnahme (Tabletten) ist das Risiko zwar geringer, aber nicht ausgeschlossen – besonders bei empfindlichen Patienten oder höheren Dosen.

Studien und Warnungen aus der Arzneimittelkommission belegen, dass Metamizol unter ungünstigen Bedingungen zu lebensbedrohlichen Blutdruckabfällen führen kann. Deshalb sollte es besonders bei älteren Menschen oder Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen mit großer Vorsicht eingesetzt werden.

Zusammenfassend gilt: Novalgin ist ein effektives Schmerzmittel, aber keine harmlose Standardtherapie. Ärzte sollten vor der Gabe immer den Kreislaufzustand des Patienten beurteilen. Bei instabiler Hämodynamik ist von einer Anwendung abzuraten – egal ob intravenös oder oral. Die Sicherheit des Patienten geht hier eindeutig vor rascher Schmerzlinderung.

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