Die zwölf Jünger Jesu – und warum manchmal von 13 spricht
Im Neuen Testament wird deutlich berichtet, dass Jesus zwölf Jünger erwählte, die er als Apostel bezeichnete. Das Lukasevangelium bestätigt dies eindeutig: „Er wählte zwölf von ihnen aus, die er auch Apostel nannte“ (Lk 6,13). Diese zwölf Männer symbolisierten die zwölf Stämme Israels und bildeten das zentrale Gefolge Jesu während seines öffentlichen Wirkens.
Doch warum sprechen manche von 13 Jüngern? Der Grund liegt oft in einer Verwechslung oder Erweiterung des Begriffs. Die Bibel spricht immer von zwölf Aposteln – aber nach der Himmelfahrt Jesu wurde Matthias hinzugenommen, um die Zahl wieder zu vervollständigen, nachdem Judas Ischariot ausgeschieden war (Apostelgeschichte 1,26). So gab es zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Personen in dieser Gruppe, aber stets zwölf an der Zahl.
Paulus nannte sich später ebenfalls Apostel, jedoch war er nicht einer der ursprünglichen Zwölf. Er sah sich als besonderen Boten berufen, besonders für die Heiden. Aber auch er machte keinen der zwölf ursprünglichen Platz verdrängt.
Die Verwendung des Begriffs „Apostel“ breitete sich im späteren Christentum aus, doch im engeren Sinn – wie in den Evangelien – bleiben es die zwölf Jünger, die Jesus selbst berief. Die Idee von 13 Jüngern entsteht also meist aus Missverständnissen, etwa wenn man Judas, Matthias und Paulus mitzählt. Doch die biblische Grundlage bleibt klar: Zwölf waren es, die Jesus erwählte.
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