Haben oder sein – was ist richtig im Perfekt?

Im Deutschen bilden wir das Perfekt meist mit dem Hilfsverb haben oder sein – je nach Verb. Die meisten Verben verwenden haben: „Ich habe gegessen“, „Sie hat gesprochen“. Aber bei Bewegungsverben oder solchen, die einen Zustandswechsel ausdrücken, nimmt man sein: „Er ist gekommen“, „Das Kind ist eingeschlafen“.

Das Plusquamperfekt benutzen wir, um eine noch frühere Vergangenheit zu beschreiben – also etwas, das schon vor einer anderen Vergangenheit geschehen ist. Dafür wird hatte (Präteritum von „haben“) oder war (Präteritum von „sein“) mit dem Partizip Perfekt des Verbs kombiniert: „Ich hatte gerade angerufen, als das Telefon klingelte“ oder „Sie war schon nach Hause gegangen“.

Ein häufiger Fehler bei Deutschlernenden ist, hatte statt hat zu verwenden, wenn eigentlich das normale Perfekt gemeint ist. Wichtig ist also: haben oder sein im Präsens für das Perfekt – hatte oder war für das Plusquamperfekt. Die Wahl zwischen „haben“ und „sein“ bleibt dabei immer gleich – es ändert sich nur die Zeitform des Hilfsverbs.

Wer diese Unterschiede versteht, spricht deutlich natürlicher. Die Grammatik mag am Anfang verwirren, aber mit etwas Übung wird sie schnell zur Gewohnheit.

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