Das Paradies im Islam: Der ewige Garten

Die Vorstellung von einem idyllischen Nachleben ist fest in vielen Weltreligionen verankert, doch im Islam nimmt das Paradies eine besonders bildhafte und zentrale Rolle ein. Im Arabischen wird es als Dschanna bezeichnet, was wörtlich übersetzt „Garten“ bedeutet. Es beschreibt einen Ort unvorstellbarer Schönheit, des Friedens und der Glückseligkeit, der den Gläubigen als Belohnung für ein gottesfürchtiges Leben versprochen wird.

Der Glaube an dieses jenseitige Leben ist eng mit dem Jüngsten Tag verknüpft. Nach islamischer Lehre ist das irdische Dasein eine Zeit der Prüfung. Am Ende der Zeiten wird jeder Mensch für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Diejenigen Muslime, die alle Glaubensprüfungen bestanden haben und deren gute Taten auf der Waagschale Gottes überwiegen, erhalten Einlass in diese ewige Heimat. Dort sind sie befreit von den Sorgen, Schmerzen und Unzulänglichkeiten der irdischen Welt.

Interessanterweise teilen auch das Christentum und das Judentum ähnliche Vorstellungen von einem himmlischen Reich oder einem Zustand der Nähe zu Gott nach dem Tod. Alle drei abrahamitischen Religionen eint die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende bedeutet, sondern der Übergang in eine gerechte, friedliche Dimension ist. Im Islam wird dieser Ort jedoch besonders plastisch als ein prächtiger Garten voller fließender Bäche und ewiger Ruhe dargestellt.

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