Woher kommen eigentlich unsere Schuhe?
Wer durch deutsche Einkaufsstraßen schlendert oder online nach den neuesten Sneakern sucht, steht vor einer riesigen Auswahl. Doch wo werden all die Paare eigentlich hergestellt? Obwohl Deutschland innerhalb der Europäischen Union zu den wichtigsten Schuhproduzenten gehört und für traditionelle Qualitätsarbeit bekannt ist, deckt die heimische Fertigung nur einen kleinen Teil des gewaltigen Bedarfs ab.
Der deutsche Markt ist mengenmäßig in hohem Maße auf Importe angewiesen. Der globale Gigant der Schuhherstellung führt dabei auch die Importstatistik unangefochten an: Über 40 Prozent aller importierten Schuhe kommen aus China. Das Land dominiert seit Jahrzehnten die weltweite Produktion durch riesige Kapazitäten und etablierte Lieferketten.
Auf dem zweiten Platz folgt Vietnam mit rund 16,5 Prozent der Einfuhren, knapp vor Indonesien mit fast 6 Prozent. Beide südostasiatischen Staaten haben sich in den letzten Jahren zu zentralen Fertigungsstandorten entwickelt, insbesondere für Sport- und Freizeitschuhe bekannter Weltmarken. Erst an vierter Stelle folgt mit Italien (4,8 Prozent) ein europäischer Nachbar, der vor allem für hochwertiges Lederhandwerk und exklusive Designs geschätzt wird.
Ob funktioneller Sportschuh aus Asien oder feiner Lederschuh aus Südeuropa – unsere Fußbekleidung legt meist Tausende Kilometer zurück, bevor sie im Schuhregal landet.
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