Warum 100 % Roggenbrot nicht glutenfrei ist

Wer auf der Suche nach einem glutenfreien Brot ist, sollte wissen: Auch wenn es als „100 % Roggenbrot“ beworben wird, enthält es Gluten. Roggen ist kein glutenfreies Getreide – im Gegenteil, er gehört zu den klassischen Glutenlieferanten.

Das Klebereiweiß Gluten kommt natürlich in Roggen, Weizen, Dinkel und Gerste vor. Bei Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit löst dieses Protein eine Autoimmunreaktion aus, die die Darmzellen schädigen kann. Deshalb ist es für Betroffene wichtig, Roggenprodukte strikt zu meiden – auch wenn sie gesund und vollwertig erscheinen.

Roggenbrot gilt oft als besonders gesund: Es ist reich an Ballaststoffen, hat einen niedrigen glykämischen Index und macht lange satt. Doch gesund heißt nicht automatisch glutenfrei. Wer unter Glutenunverträglichkeit leidet, muss daher auf spezielle Brote aus Reis, Mais, Buchweizen oder Amaranth achten.

Wichtig ist auch der Blick auf die Kennzeichnung: Seit einigen Jahren müssen Lebensmittelhersteller allergene Inhaltsstoffe wie Gluten deutlich kennzeichnen. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick in die Zutatenliste, besonders bei frischem Brot vom Bäcker.

Fazit: 100 % Roggenbrot ist aus gesundheitlicher Sicht eine gute Wahl für viele – aber niemals geeignet für Menschen mit Zöliakie oder Glutenintoleranz. Wer sicher gehen will, greift zu explizit als „glutenfrei“ gekennzeichneten Produkten.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen