Die Zeitform „angefahren worden“ – was bedeutet das?
Wenn jemand sagt: „Er wurde von einem Auto angefahren“, dann steht das Verb „angefahren worden“ im Passiv – Präteritum. Das bedeutet, dass die Handlung in der Vergangenheit stattgefunden hat und das Subjekt das Geschehen erleidet – also nicht selbst handelt, sondern etwas mit ihm geschieht.
Im Deutschen bildet man das Passiv im Präteritum mit dem Hilfsverb „wurde“ (Vergangenheitsform von „werden“) und dem Partizip II des Hauptverbs – hier: „angefahren“. Die Struktur ist also: wurde + Partizip II. Das ist besonders in erzählenden Texten, zum Beispiel in Geschichten oder Berichten, sehr häufig.
Anders als im Präsens, wo man sagt: „Er wird angefahren“, klingt die Präteritum-Form „Er wurde angefahren“ etwas formeller und wird oft in schriftlichen Erzählungen verwendet. Im Alltag sagen viele lieber: „Er ist angefahren worden“, also Perfekt im Passiv – das klingt natürlicher in der gesprochenen Sprache.
Trotzdem ist das Präteritum-Passiv wichtig, vor allem in der Schule oder bei offiziellen Texten. Ein weiteres Beispiel: Das Haus wurde gestern verkauft. Auch hier: Handlung in der Vergangenheit, jemand anderes hat gehandelt, das Subjekt „das Haus“ ist betroffen.
Merke dir also: „wurde + Partizip II“ ist die typische Form des Präteritum Passiv – und „angefahren worden“ passt genau in dieses Muster. Es beschreibt ein Ereignis, das schon passiert ist und bei dem jemand nichts dafür konnte – es geschah einfach.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.