Kann man mit Rigips dämmen?
Ja, man kann mit Rigips dämmen – allerdings nicht allein durch die Gipskartonplatten selbst, sondern durch eine geschickte Kombination aus Dämmmaterial und Trockenbau.
Die häufigste Methode für die Innendämmung von Wänden im Altbau oder bei ungedämmten Außenwänden ist der Trockenbau mit Rigips. Dabei wird zunächst eine Dämmschicht – zum Beispiel aus Mineralwolle, Holzfaser oder Styropor – direkt auf die kalte Wand angebracht. Diese Dämmung sorgt dafür, dass Wärmeverluste reduziert werden und die Raumtemperatur gleichmäßiger bleibt.
Darauf werden dann Rigips-Platten, oft auch sogenannte BA13-Verbundplatten, montiert. Diese bestehen aus einer Kombination aus Gipskarton und einer fest verbundenen Dämmschicht und vereinfachen die Montage. Sie werden einfach mit Schrauben auf eine Unterkonstruktion – meist aus Metall oder Holz – befestigt oder direkt auf die Dämmschicht geklebt, wenn die Wand eben genug ist.
Der Vorteil dieser Methode: Es entsteht keine nasse Baustelle, die Trockenbauplatten lassen sich präzise verarbeiten und die Oberfläche ist schnell für Tapeten oder Farbe vorbereitet. Wichtig ist jedoch, auf eine luftdichte Ausführung zu achten, damit kein Schimmel durch feuchte Luft in den Zwischenräumen entsteht.
Kleben oder Schrauben? Beides ist möglich – entscheidend ist die Beschaffenheit der Unterlage. Auf ebenen Flächen kann die Dämmung verklebt werden, bei unebenen Wänden ist eine Unterkonstruktion mit verschraubten Platten sicherer.
So wird aus einfachen Rigips-Platten ein wirksames System zur Wärmedämmung – perfekt, um Altbauten komfortabler und energieeffizienter zu machen.
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