Apfelessig und Cholesterin: Kann er helfen?
Apfelessig gilt seit langem als natürliches Hausmittel – und einer seiner möglichen Vorteile betrifft den Cholesterinspiegel. Er enthält Ballaststoffe, vor allem Pektin, das im Darm eine wichtige Rolle spielt. Diese Ballaststoffe können sich mit Cholesterin verbinden und verhindern so, dass es aus der Nahrung in den Blutkreislauf gelangt. Das kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel langfristig zu senken.
Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Verzehr von Apfelessig geringfügige Verbesserungen der Blutfette bewirken kann. So wurde beispielsweise beobachtet, dass Menschen, die täglich einen Esslöffel Apfelessig zu sich nahmen, über Wochen hinweg einen leicht reduzierten LDL-Wert – das sogenannte „schlechte“ Cholesterin – aufwiesen. Allerdings sind die Effekte moderat, und Apfelessig sollte keinesfalls als Ersatz für medizinische Therapien angesehen werden.
Trotzdem kann eine kleine Menge Apfelessig – etwa in Wasser verdünnt vor den Mahlzeiten – eine sinnvolle Ergänzung zu einer cholesterinarmen Ernährung sein. Wichtig ist jedoch: Reiner Apfelessig ist sehr aggressiv und kann Zahnschmelz oder Speiseröhre schädigen. Deshalb immer verdünnen und nicht überdosieren.
Zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung und gesundem Lebensstil kann Apfelessig eine unterstützende Rolle spielen – aber er ist kein Wundermittel. Bei erhöhtem Cholesterin gilt: am besten mit dem Arzt sprechen, statt auf Hausmittel allein zu setzen.
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