Hoher Blutdruck und niedriger Puls – Ist das gefährlich?
Bei Menschen mit Bluthochdruck fragen sich viele, ob auch der Puls automatisch erhöht ist. Die Antwort ist nicht so einfach. Tatsächlich kann ein hoher Blutdruck unabhängig vom Puls auftreten – manchmal ist der Puls sogar verlangsamt. Das klingt widersprüchlich, ist aber oft eine Folge der Einnahme von Blutdruckmitteln, insbesondere von Betablockern.
Betablocker wirken, indem sie die Wirkung von Stresshormonen am Herzen dämpfen. Dadurch sinkt nicht nur der Blutdruck, sondern auch die Herzfrequenz. Ähnliches kann bei bestimmten Kalziumantagonisten beobachtet werden. Ein niedrigerer Puls ist in diesem Fall kein Grund zur Sorge, solange keine Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Leistungsabfall auftreten.
Ein ruhiger Puls unter Behandlung kann sogar ein gutes Zeichen sein: Das Herz wird entlastet, muss nicht mehr so stark arbeiten. Für viele Patienten ist das eine Erleichterung – besonders, wenn sich der Körper langfristig an die Medikamente gewöhnt hat.
Wichtig ist jedoch: Wer einen plötzlich sehr langsamen Puls bemerkt, etwa unter 50 Schläge pro Minute, und sich dabei schwach oder benommen fühlt, sollte seinen Arzt konsultieren. In den meisten Fällen jedoch ist ein niedriger Puls bei behandeltetem Bluthochdruck ein gewollter und positiver Effekt der Therapie.
Letztlich kommt es darauf an, dass Blutdruck und Puls im individuellen Normbereich bleiben. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt oder zu Hause helfen, die Werte im Blick zu behalten und die Therapie gegebenenfalls anzupassen.
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