Brandy und Cognac: Was ist der Unterschied?

Auf den ersten Blick wirken Brandy und Cognac sehr ähnlich: Beide Spirituosen basieren auf destilliertem Wein, reifen in Holzfässern und überzeugen durch ihr tiefes Aroma. Dennoch gibt es feine, aber entscheidende Unterschiede bei der Herkunft und den Herstellungsverfahren.

Grundsätzlich gilt eine einfache Regel: Jeder Cognac ist ein Brandy, aber nicht jeder Brandy ist ein Cognac. Der Begriff Brandy leitet sich vom niederländischen Wort „brandewijn“ (gebrannter Wein) ab und dient als weltweite Oberbezeichnung für Weinbrand. Für die Herstellung von klassischem Brandy gibt es kaum regionale Einschränkungen. Zudem dürfen Destilleure aus nahezu jeder beliebigen Rebsorte wählen, was für eine enorme geschmackliche Vielfalt sorgt.

Cognac hingegen ist eine streng geschützte Herkunftsbezeichnung. Nur Destillate, die aus der gleichnamigen französischen Region rund um die Stadt Cognac stammen, dürfen diesen Namen tragen. Auch bei den Rohstoffen gelten strenge Regeln: Für Cognac werden überwiegend spezielle weiße Rebsorten wie Ugni Blanc verwendet. Darüber hinaus muss der Weinzweifach in kupfernen Brennblasen destilliert werden und mindestens zwei Jahre lang in Eichenholzfässern reifen.

Während Brandy also die Freiheit bietet, verschiedenste Rebsorten und Stile weltweit zu entdecken, steht Cognac für eine jahrhundertealte französische Tradition mit fest definierten Qualitätsstandards.

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