Die deutschen Wurzeln von AIDA Cruises
Wer heute an eine Kreuzfahrt mit der berühmten Kussmund-Flotte denkt, verbindet damit meist ein modernes, internationales Reiseerlebnis. Doch die Ursprünge von AIDA Cruises sind tief in der deutschen Schifffahrtsgeschichte verwurzelt. Das allererste Schiff der Flotte, das heute als „AIDAaura“ oder schlicht als das Urmodell bekannt ist, lief ursprünglich als rein deutsches Schiff vom Stapel. Es fuhr unter deutscher Flagge und wurde von einer rein deutschen Besatzung geführt.
Die historische Basis des Unternehmens reicht zurück in die Zeit der DDR. Damals bot die Deutsche Seereederei Rostock (DSR) Urlaubsreisen auf bekannten Schiffen wie der „Arkona“ an. Nach der deutschen Wiedervereinigung änderte sich die maritime Landschaft dramatisch. Im Zuge der Privatisierung übernahmen die Hamburger Investoren Horst Rahe und Nikolaus Schües das Unternehmen. Sie bewiesen Weitsprung und entwickelten das wegweisende Konzept des „Clubschiffs“, das die traditionelle, eher steife Kreuzfahrt revolutionieren sollte.
1996 wurde schließlich die erste „AIDA“ getauft. Ziel war es, eine ungezwungene Atmosphäre ohne Kleiderordnung und feste Tischzeiten zu schaffen – ein Konzept, das vor allem auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten war. Auch wenn die Flotte heute zum US-amerikanischen Kreuzfahrtgiganten Carnival Corporation gehört und die Schiffe aus steuerlichen Gründen unter italienischer Flagge fahren, bleibt die Seele von AIDA deutsch. Der Hauptsitz befindet sich nach wie vor in Rostock, und die Bordsprache sowie das gesamte Konzept sind bis heute primär auf Gäste aus dem deutschsprachigen Raum ausgerichtet.
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