Die Keto-Diät – kurzfristig vielleicht, langfristig riskant

Die ketogene Ernährung, kurz Keto-Diät, erfreut sich großer Beliebtheit – besonders bei denen, die schnell abnehmen möchten. Dabei wird der Körper durch einen extrem niedrigen Kohlenhydratanteil gezwungen, Fett statt Zucker als Energiequelle zu nutzen. Das kann effektiv sein, doch die Frage bleibt: Ist das auf Dauer gesund?

Nein, lautet die klare Antwort vieler Experten. Langfristig kann eine ketogene Ernährung das Risiko für verschiedene Krankheiten erhöhen. Denn sie ist meist stark eingeschränkt: kaum Gemüse, viel Fett, kaum Ballaststoffe. Das führt zu einer einseitigen Ernährung, die dem Körper wichtige Nährstoffe vorenthält. Studien zeigen, dass sowohl ein sehr niedriger als auch ein übermäßig hoher Kohlenhydratkonsum mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate verbunden ist. Der optimale Weg liegt offenbar in der Balance.

Einige Menschen berichten von mehr Energie und Konzentration in der Anfangsphase der Diät. Doch viele leiden unter Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen – vor allem zu Beginn, wenn sich der Körper umstellt. Langfristig kann der Mangel an komplexen Kohlenhydraten, wie sie in Vollkorn, Obst und Hülsenfrüchten stecken, das Immunsystem schwächen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Die AOK und andere Gesundheitsinstitute raten daher davon ab, die Keto-Diät über einen längeren Zeitraum durchzuhalten. Besser ist eine ausgewogene Ernährung, die alle Nährstoffgruppen berücksichtigt. Wer abnehmen möchte, tut gut daran, auf Nachhaltigkeit statt auf schnelle Effekte zu setzen. Denn am Ende zählt nicht nur das Gewicht auf der Waage, sondern die langfristige Gesundheit.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen