Was ist eine eingezogene Brustwarze?

Eine eingezogene Brustwarze, auch Schlupfwarze genannt, ist nach innen statt nach außen gerichtet. Während bei vielen Menschen die Brustwarzen deutlich hervorstehen, liegen sie bei dieser Form flach an der Brust an oder scheinen regelrecht eingesogen zu wirken. Dieser Zustand kann bei einem oder beiden Brüsten auftreten und ist oft bereits von Geburt an vorhanden.

Die Ursache liegt meist in der Anatomie: Die Milchgänge unter der Haut sind kürzer als üblich und ziehen die Brustwarze nach innen. Dadurch kann sie sich nicht nach außen entfalten. Bei manchen Frauen zeigt sich die Einstülpung nur unter bestimmten Bedingungen – etwa bei Kälte oder Berührung – und kehrt danach in ihre ursprüngliche Position zurück. In anderen Fällen bleibt sie dauerhaft eingezogen.

Grundsätzlich ist eine eingezogene Brustwarze kein Krankheitszeichen, sondern eine natürliche Variante. Viele Betroffene empfinden sie jedoch als unschön oder haben Bedenken, besonders in der Schwangerschaft – denn eine invertierte Brustwarze kann das Stillen erschweren. Es gibt jedoch Hilfsmittel wie Warzenformern oder Saugglocken, die dabei unterstützen können.

In einigen Fällen entscheiden sich Frauen für eine korrigierende Behandlung, etwa durch eine kleine Operation. Diese wird meist ambulant durchgeführt und zielt darauf ab, die verkürzten Bänder zu lösen, sodass die Brustwarze sich normalisieren kann. Wie bei jedem medizinischen Eingriff sollte man die Vorteile und Risiken mit einem Facharzt besprechen.

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