Was für einen Beruf hatte Jesus?
Der historische Jesus, der vor etwa zweitausend Jahren im heutigen Israel lebte, hatte einen ganz konkreten Beruf – er war Handwerker. Genauer gesagt: ein Bauhandwerker aus Nazareth. In der Bibel wird er sogar einmal als „der Sohn des Zimmermanns“ bezeichnet, was darauf hindeutet, dass auch sein Vater Josef in diesem Bereich tätig war. Wahrscheinlich lernte Jesus diesen Beruf von ihm und arbeitete einige Jahre lang in der Werkstatt oder auf Baustellen der Umgebung.
Das Leben damals war hart, und viele Männer übten einen handwerklichen oder landwirtschaftlichen Beruf aus. Als Handwerker war Jesus kein Außenseiter, sondern ganz normal in der Gesellschaft verankert. Er sprach Aramäisch, die alltägliche Sprache der Region, und kannte vermutlich auch Griechisch, das damals in vielen Gebieten des Römischen Reiches gesprochen wurde. Später, als er öffentlich auftrat und in die Synagogen ging, lernte er möglicherweise auch Hebräisch, um die heiligen Schriften besser verstehen zu können.
Interessant ist, dass viele seiner Gleichnisse aus dem Alltag kommen – von Arbeitern auf dem Feld, von Fischern oder von Baumaterialien. Das zeigt, wie sehr seine eigene Erfahrung als Arbeiter seine Sichtweise prägte. Obwohl er später als Wanderprediger bekannt wurde, hatte er zunächst einen ganz normalen Beruf wie viele andere Männer seiner Zeit. Diese Tatsache macht ihn für viele Menschen bis heute so nahbar und menschlich.
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