Die Krabbe – kein Fisch, sondern Krebstier

Nein, die Krabbe ist kein Fisch. Obwohl sie im Wasser lebt und oft zusammen mit Fisch auf dem Teller landet, gehört sie zu einer ganz anderen Tiergruppe. Krabben sind Krebstiere – genauso wie Garnelen, Hummern oder Flusskrebs. Diese Tiere tragen einen harten Panzer, haben meist mehrere Beinpaare und bewegen sich auf dem Meeresboden oder in flachen Küstenregionen.

Im Gegensatz zu Fischen atmen Krebstiere zwar auch mit Kiemen, doch ihr Körperbau und ihre Biologie unterscheiden sich deutlich. Fische gehören zum Stamm der Wirbeltiere, haben ein Skelett aus Knochen oder Knorpel und bewegen sich meist mit Schwanzflossen vorwärts. Krabben dagegen sind Wirbellose mit einem Außenpanzer aus Chitin und krabbeln seitlich über den Grund.

Muscheln und Tintenfische hingegen sind keine Krebstiere, sondern gehören zu den Weichtieren. Sie teilen zwar den Lebensraum mit Krabben, sind aber evolutionär weiter entfernt. Während Muscheln meist fest an einem Ort bleiben, sind Krabben meist beweglich und oft sehr wendig – was ihren Namen auch sprachlich erklärt.

Die Verwechslung von Krabbe und Fisch ist verständlich, schließlich werden beide oft als „Meeresfrüchte“ bezeichnet. Doch wer genauer hinsieht, erkennt deutliche Unterschiede. Beim nächsten Mal am Fischmarkt oder im Restaurant lohnt es sich, darüber nachzudenken, was wirklich im Teller schwimmt – oder krabbelt.

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