Ansteckung bei Magen-Darm: Auch Speichel im Fokus
Wer an einer Magen-Darm-Grippe leidet, kämpft meist mit unangenehmen Symptomen wie Schüttelfrost, Übelkeit und Durchfall. Lange Zeit galt die Annahme, dass Krankheitserreger wie Noro- und Rotaviren fast ausschließlich über den klassischen fäkal-oralen Weg – also durch winzige Kotreste an Händen oder Oberflächen – weitergegeben werden. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch, dass das Infektionsrisiko komplexer ist als gedacht.
Forscher haben herausgefunden, dass auch Speichel als Übertragungsweg eine entscheidende Rolle spielen kann. Die Auslöser von Magen-Darm-Infektionen können sich nämlich direkt im Mundraum vermehren und über Tröpfchen oder engen Kontakt weiterverbreitet werden. Das bedeutet: Bereits beim Husten, Niesen oder Verzehr von gemeinsamen Speisen und Getränken besteht eine Ansteckungsgefahr.
Um sich und andere wirksam zu schützen, reicht es daher nicht aus, nur auf die Hygiene nach dem Toilettengang zu achten. Eine gründliche Händehygiene mit Seife, das Vermeiden von engem Körperkontakt sowie das direkte Desinfizieren von kontaminierten Flächen bleiben die effektivsten Maßnahmen gegen die hochansteckenden Viren.
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