Wann kommt Östrogen in den Wechseljahren zum Tragen?
In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Körper grundlegend – maßgeblich beeinflusst durch das Hormon Östrogen. Schon Jahre vor der eigentlichen Menopause, also der letzten Regelblutung, beginnt die Produktion dieses Hormons zu schwanken. Diese Phase wird auch als Perimenopause bezeichnet und kann bis zu zehn Jahre andauern.
Während dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel mal stärker, mal schwächer, was zu unregelmäßigen Zyklen führt. Viele Frauen bemerken, dass ihre Perioden plötzlich ausgehen, später kommen oder intensiver werden. Gleichzeitig treten typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen auf – alles Folgen des veränderlichen Hormonhaushalts.
Östrogen spielt in dieser Zeit eine zentrale Rolle: Es ist nicht nur für die Regulation des Menstruationszyklus verantwortlich, sondern beeinflusst auch die Knochengesundheit, die Hautelastizität und das emotionale Gleichgewicht. Wenn der Körper weniger davon produziert, können langfristig auch Probleme wie Osteoporose oder trockene Haut zunehmen.
Einige Frauen entscheiden sich daher gemeinsam mit ihrer Ärztin für eine Hormonersatztherapie (HRT), bei der Östrogen gezielt zugeführt wird. Das kann die Beschwerden deutlich lindern. Doch nicht jede Frau braucht eine Therapie – viele kommen auch gut mit Lebensstiländerungen wie Bewegung, ausgewogener Ernährung und Stressreduktion zurecht.
Die Wechseljahre sind kein Krankheitszustand, sondern ein natürlicher Lebensabschnitt. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören – und gegebenenfalls Unterstützung zu suchen, ob durch Hormone oder andere begleitende Maßnahmen.
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