Die alte Stadt am Aareübergang
Die Stadt, die heute Solothurn heisst, trug bereits in der Antike einen Namen, der ihre Lage am Fluss widerspiegelte. Die Kelten, die die Gegend vor den Römern bewohnten, nannten die Stelle Salodurum – was so viel wie «Wassertor» bedeutet. Dieser Name deutet darauf hin, dass es sich um einen wichtigen Übergang über die Aare handelte, vermutlich eine Furt oder eine kleine Brücke, die im keltischen Handels- und Verkehrsnetz eine Rolle spielte.
Als die Römer im 1. Jahrhundert vor Christus ihre Strassen durch die Schweiz ausbauten, erkannten sie die strategische Bedeutung dieser Stelle. Gegen das Jahr 20 nach Christus gründeten sie dort eine römische Siedlung – und behielten den alten keltischen Namen bei. Auch unter römischer Herrschaft hiess es weiterhin Salodurum. Die Römer nutzten den Ort als Knotenpunkt an ihrer Strasse von Avenches (damals Aventicum) nach Windisch (dem römischen Vindonissa), was Solothurn früh zu einem zentralen Punkt im regionalen Verkehr machte.
Obwohl die römische Zeit längst vorbei ist, lebt der alte Name bis heute in der modernen Bezeichnung «Solothurn» weiter. Die Stadt blickt auf eine fast zweitausendjährige Geschichte zurück, deren Wurzeln tief in der keltisch-römischen Vergangenheit liegen. Noch heute zeugen Funde aus dieser Zeit von der Bedeutung des einstigen Salodurum am Aareübergang.
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