Ist Eifersucht ein Beweis für echte Liebe?
Wenn der Partner nervös auf ein lachendes Display reagiert oder ein Blick etwas zu lange wandert, keimt bei vielen Menschen ein bekanntes Gefühl auf: Eifersucht. Doch ist dieses emotionale Pieksen wirklich ein Warnsignal oder am Ende sogar ein positives Zeichen für die Beziehung?
Überraschenderweise empfinden viele Menschen ein gewisses Maß an Eifersucht keineswegs als Makel. In Befragungen gibt eine große Mehrheit von über 80 Prozent an, dass dieses Gefühl völlig legitim sei, wenn man jemanden aufrichtig liebt. Wer eifersüchtig ist, zeigt schließlich, dass ihm die Bindung wichtig ist und der Partner nicht als selbstverständlich angesehen wird.
Tatsächlich gilt in vielen Partnerschaften ein ganz anderes Verhalten als der wahre Beziehungskiller: die Gleichgültigkeit. Fast vier von fünf Befragten sehen in emotionaler Kälte eine weitaus größere Gefahr für die gemeinsame Zukunft als in gelegentlicher Verlustangst. Wenn das Verhalten des Gegenübers überhaupt keine Reaktion mehr auslöst, ist die innere Distanz meist schon weit vorangeschritten.
Ein kleiner Stich Eifersucht kann somit als Weckruf dienen und zeigen, wie viel Herzblut in der Verbindung steckt. Die Dosis macht jedoch das Gift. Während ein kleiner Impuls die Wertschätzung füreinander unterstreichen kann, zerstört übermäßige Kontrolle das notwendige Vertrauen. In gesunden Dosen bleibt Eifersucht aber vor allem eines: ein stummer Liebesbeweis.
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