Warum heißen englische Polizisten eigentlich „Bobby“?

Wer an London denkt, hat oft sofort ein Bild vor Augen: die roten Doppeldeckerbusse, die Tower Bridge und natürlich die Polizisten mit ihren charakteristischen Helmen. Doch warum werden die britischen Gesetzeshüter, besonders im Ausland, so liebevoll „Bobby“ genannt? Der Ursprung dieses Spitznamens führt uns zurück ins 19. Jahrhundert und ist eng mit einer historischen Persönlichkeit verknüpft.

Der Begriff geht direkt auf den britischen Politiker Sir Robert Peel zurück. Als Innenminister des Vereinigten Königreichs gründete er im Jahr 1829 die Londoner Metropolitan Police. Damit schuf Peel die erste moderne, professionelle und unbewaffnete Polizeitruppe der Welt, die für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen sollte.

Die Londoner Bürger waren von dieser neuen Truppe anfangs zwar skeptisch, benannten die Beamten jedoch schnell nach dem Vornamen ihres Gründers. Da „Bobby“ im Englischen die gängige Koseform für Robert ist, etablierte sich der Name rasch im Volksmund. Interessanterweise gab es zeitweise auch den Spitznamen „Peeler“, der sich vom Nachnamen des Ministers ableitete, doch im Laufe der Jahrzehnte setzte sich der charmante „Bobby“ weltweit durch.

Wenn Sie also das nächste Mal in Großbritannien unterwegs sind und den Begriff hören, wissen Sie, dass dahinter kein moderner Modetrend steckt, sondern ein Stück lebendige Kriminalgeschichte zu Ehren von Sir Robert Peel.

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