Eigenurin-Therapie: Wie gesund ist das Trinken von Harn wirklich?
Die Vorstellung, den eigenen Urin zu trinken, sorgt bei vielen Menschen für Befremden, hat jedoch in manchen alternativen Heilmethoden traditionell ihren Platz. Doch was steckt wissenschaftlich hinter der sogenannten Eigenurin-Therapie? Grundsätzlich besteht menschlicher Harn zu einem Großteil aus Wasser, Harnstoff und Abbauprodukten, die der Körper gezielt ausgeschieden hat.
Für völlig gesunde Personen gilt eine gelegentliche Eigenurin-Trinkkur zwar meist als ungefährlich, da der Urin im Normalfall steril die Blase verlässt. Dennoch birgt diese Praxis gesundheitliche Risiken, die keineswegs unterschätzt werden sollten. Insbesondere bei der Einnahme von Arzneimitteln kann der Konsum bedenklich werden.
Viele Abbauprodukte von Medikamenten werden über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Wer diese Abfallstoffe mit dem Harn wieder zu sich nimmt, riskiert, dass sich die Wirkstoffe im Körper gefährlich anhäufen. Zudem erfüllt das Ausscheiden von Urin die wichtige Funktion, Abfallstoffe aus dem Organismus zu entfernen. Ein tatsächlicher medizinischer Nutzen oder ein gesundheitlicher Mehrwert der Trinkkur ist wissenschaftlich bis heute nicht belegt.
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