Was genau ist ein Flashback?

Viele Menschen fragen sich, ob ein Flashback direkt mit einer Dissoziation gleichzusetzen ist. Die Antwort ist komplex, aber eng miteinander verknüpft: Bei stressbezogenen Störungen treten diese Phänomene oft gemeinsam auf. Ein Flashback ist dabei ein Zustand, in dem Betroffene ein vergangenes, traumatisches Erlebnis so intensiv wiedererleben, als würde es im Hier und Jetzt erneut stattfinden.

Dissoziation hingegen beschreibt einen psychischen Prozess, bei dem die Verbindung zwischen Gedanken, Erinnerungen, Gefühlen oder der eigenen Identität vorübergehend unterbrochen ist. Man fühlt sich wie von sich selbst oder der Umgebung entfremdet – ein Zustand, den Fachleute oft als Depersonalisation oder Derealisation bezeichnen.

Warum treten sie zusammen auf?

Wenn die Psyche von einem Flashback überwältigt wird, kann sie versuchen, sich durch eine Dissoziation zu schützen. Dies ist eine Art automatischer Notfallmodus des Gehirns, um den unerträglichen emotionalen Schmerz kurzzeitig auszublenden. Betroffene berichten in solchen Momenten häufig von einer inneren Abgestumpftheit oder davon, wie in einem Film neben sich zu stehen. Auch Amnesien, also Gedächtnislücken für bestimmte Zeiträume, können Teil dieses Schutzmechanismus sein.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Reaktionen keine Schwäche darstellen, sondern Versuche des Körpers sind, mit extremer Belastung umzugehen. Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld unter solchen Symptomen leiden, ist es ratsam, sich Unterstützung durch professionelle Therapeuten zu suchen, um diese Erlebnisse besser einordnen und bewältigen zu können.

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