Was bedeutet eine Sehkraft von 20/70?
Die Sehschärfe wird oft im Verhältnis angegeben – zum Beispiel 20/70. Das bedeutet: Eine Person mit dieser Sehkraft muss aus 20 Fuß Entfernung sein, um etwas zu erkennen, was eine Person mit normalem Sehvermögen bereits aus 70 Fuß Entfernung sehen kann. In der Regel gilt: Je höher die zweite Zahl, desto stärker ist die Sehschwäche.
Nach Einschätzung des American Optometric Association (AOA) liegt eine leichte Sehbeeinträchtigung im Bereich von 20/30 bis 20/60 – hier spricht man noch von nahezu normalem Sehen. Ab einer Sehkraft von 20/70 bis 20/160 wird von einer mäßigen Sehbehinderung gesprochen. Das bedeutet, dass Alltagsaufgaben wie Lesen, Fernsehen oder das Erkennen von Gesichtern zunehmend schwierig werden können.
Bei 20/200 oder schlechter gilt die Sehleistung als schwere Sehschwäche, auch wenn das Auge nicht vollständig blind ist. Menschen mit mäßiger oder starker Sehbehinderung profitieren oft von Sehhilfen, speziellen Brillen oder einer gezielten Sehrehabilitation. Wichtig ist, dass jede Veränderung der Sehkraft ernst genommen und vom Augenarzt oder Optometristen überprüft wird.
Regelmäßige Augenuntersuchungen sind besonders ab Mitte 40 empfehlenswert, da sich Sehprobleme schleichend entwickeln können. Je früher eine Sehschwäche erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln oder ausgleichen.
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