Was ist eine Situationship – und ist sie toxisch?

Der Begriff „Situationship“ ist in aller Munde – doch was steckt dahinter? Im Grunde meint es eine unklare Verbindung zwischen zwei Menschen, die mehr ist als Freundschaft, aber weniger als eine feste Beziehung. Kein offizielles „Wir sind zusammen“, kein gemeinsamer Status – stattdessen viel Unsicherheit, Gefühle ohne Etikett.

Ist das automatisch toxisch? Nicht unbedingt. Die Situation an sich ist nicht das Problem – es ist vielmehr, wie beide damit umgehen. Wenn beide Seiten wissen, woran sie sind, sich wertschätzend begegnen und keine falschen Hoffnungen schüren, kann eine solche Phase sogar bereichernd sein. Sie bietet Raum, sich kennenzulernen, ohne Druck.

Problematisch wird es erst, wenn Machtspiele, Vernachlässigung oder emotionale Kälte im Spiel sind. Wenn einer mehr will, der andere aber absichtlich keine Klarheit schafft, entsteht Frust. Dann wird aus Unklarheit Verletzung – und das ist ein Zeichen für Toxizität.

Was tun? Ehrlichkeit ist der Schlüssel. Trau dich, das Gespräch zu suchen. Frag: „Was ist das hier zwischen uns?“ Keine dramatische Konfrontation, sondern ein offenes Gespräch. Wenn du Klarheit brauchst und diese nicht bekommst, ist das eine wichtige Erkenntnis. Dann geht es nicht um Beziehung, sondern um Selbstschutz.

Manchmal ist eine Situationship kein Beziehungsversuch, sondern eine Phase des In-Sich-Hineinwachsens. Aber: Du verdienst Klarheit. Auch wenn es unbequem ist.

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