Lufttrocknen vs. Föhnen: Was ist wirklich besser für die Haare?

Wer glaubt, dass das natürliche Trocknen der Haare immer die schonendste Methode ist, könnte überrascht sein. Eine aktuelle Studie zeigt: Lufttrocknen kann unter Umständen sogar schädlicher für die Haare sein als Föhnen.

Zwar bestätigen die Wissenschaftler:innen, dass Föhnen bei hoher Hitze und zu geringem Abstand tatsächlich oberflächlichen Schaden verursacht – zum Beispiel durch Spliss oder rauere Haarstruktur. Doch beim langsamen Trocknen an der Luft passiert etwas anderes: Die Haare bleiben über einen längeren Zeitraum feucht, was die Schuppenschicht des Haares öffnet und es dadurch anfälliger für Bruch macht. Besonders bei langen oder dicken Haaren kann diese verlängerte Feuchtphase die Struktur schwächen.

Interessant ist auch, dass viele beim Föhnen – vor allem mit Hitzeschutz – eher auf ihre Haare achten, während sie beim Lufttrocknen oft einfach „nichts tun“ und die Haare stundenlang im feuchten Zustand lassen. Gerade bei kühler, feuchter Luft kann das Trocknen dauern, was den Stress für die Haare erhöht.

Die Lösung liegt also nicht darin, entweder nur zu föhnen oder nur lufttrocknen zu lassen, sondern in der Balance. Ein schnelles, schonendes Föhnen mit mittlerer Temperatur und Hitzeschutz kann gesünder sein, als stundenlanges Herumlaufen mit nassen Haaren. Auch das vorsichtige Abtrocknen mit einem Mikrofasertuch statt eines normalen Handtuchs kann helfen, die Haare zu schonen.

Letztendlich kommt es auf den individuellen Haartyp und die Pflege danach an. Aber eines ist klar: Natürlich ist nicht immer automatisch besser.

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