Ist Grappa ein Obstbrand? Das Geheimnis der italienischen Spezialität

Wer nach einem feinen Essen ein Glas italienischen Spiritus genießt, greift häufig zu Grappa. Doch um welche Art von Spirituose handelt es sich dabei eigentlich? Oft wird vermutet, dass es sich um einen klassischen Obstbrand handelt. Tatsächlich ist Grappa jedoch weder ein Obstbrand noch ein klassischer Weinbrand.

Ein typischer Obstbrand entsteht durch die Vergärung und anschließende Destillation von frischen, ganzen Früchten oder deren Saft – wie beispielsweise bei einem Zwetschgen- oder Apfelbrand. Ein Weinbrand wiederum wird direkt aus fertigem Traubenwein gebrannt. Grappa unterscheidet sich grundlegend von diesen Varianten: Er ist ein traditioneller Tresterbrand.

Das Geheimnis von Grappa liegt in der Verwendung der festen Pressrückstände, die bei der Weinherstellung anfallen – dem sogenannten Trester. Dieser besteht aus den Schalen, Stängeln und Kernen der gepressten Trauben. Diese Rückstände sind reich an ätherischen Ölen und Aromastoffen. Durch die schonende Destillation des Tresters entsteht das vielschichtige und charaktervolle Aroma, das Kenner an dieser italienischen Spezialität schätzen.

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