Was bedeutet „damals“?

Das Wort „damals“ ist ein häufig gebrauchter Ausdruck in der deutschen Sprache, wenn es darum geht, über die Vergangenheit zu sprechen. Doch viele fragen sich: Handelt es sich dabei um ein Adjektiv? Die Antwort ist einfach: Nein, „damals“ ist kein Adjektiv, sondern ein Adverb.

Genauer gesagt ist „damals“ ein Zeitadverb. Es beschreibt, wann etwas stattgefunden hat – und zwar in der Vergangenheit. Man verwendet es, um auf ein bestimmtes Ereignis oder eine Epoche in der Geschichte zu verweisen. Zum Beispiel: „Damals haben wir noch Briefe geschrieben“ oder „In den 80er-Jahren, damals war alles anders.“

Das Adverb vermittelt den Eindruck, dass etwas zeitlich hinter uns liegt, oft mit einer gewissen Distanz oder auch Nostalgie verbunden. Es kann aber auch dazu dienen, zwei zeitliche Abschnitte gegeneinander abzugrenzen – die Gegenwart und eine frühere Zeit.

Laut dem Deutschen Wörterbuch der Wissenschaftlichen Dialekt- und Sprachforschung (DWDS) wird „damals“ seit Anfang des 16. Jahrhunderts verwendet. Es kennzeichnet ein Geschehen als vergangen, oft auch als zeitgleich mit anderen damaligen Ereignissen. Die Herkunft liegt im Althochdeutschen, wo „dā“ (dort) und „als“ (als) kombiniert wurden, um eine zeitliche Einordnung zu schaffen.

Ob in Geschichten, Erzählungen oder historischen Betrachtungen – „damals“ ist ein kleines, aber feines Wort, das hilft, die Zeit lebendig werden zu lassen. Es verankert Erinnerungen und macht die Vergangenheit greifbar.

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