Ist IQOS wirklich schonender für die Lunge?

Vielen Rauchern erscheint IQOS wie eine gesündere Alternative zur herkömmlichen Zigarette. Doch die Wahrheit ist komplexer, als es zunächst scheint. Obwohl Tabakerhitzer wie IQOS keinen Rauch, sondern nur einen Aerosol erzeugen, bedeutet das nicht automatisch, dass sie ungefährlich sind – besonders für die Lunge.

Erste wissenschaftliche Hinweise sprechen eine deutliche Sprache: Tierversuche und Studien mit Zellkulturen zeigen, dass bereits die kurzfristige Nutzung von Tabakerhitzern zu schädigenden Prozessen in der Lunge führen kann. Diese Veränderungen ähneln jenen, die auch durch Zigarettenrauch ausgelöst werden. Dazu gehören Entzündungen, oxidative Stressreaktionen und Schäden an der Schleimhaut – alles Faktoren, die langfristig zu ernsthaften Atemwegserkrankungen führen können.

Die zentrale Problematik: Die Langzeitwirkungen von IQOS sind bisher nicht bekannt. Da diese Geräte erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, fehlen belastbare Studien über ihre Auswirkungen über Jahrzehnte hinweg. Experten warnen daher vor vorschnellen Schlüssen. Auch wenn IQOS weniger Schadstoffe freisetzt als eine brennende Zigarette, bedeutet das nicht, dass sie sicher sind.

Wer seine Lunge schützen möchte, sollte nicht auf ein vermeintlich „sanfteres“ Produkt setzen, das immer noch Nikotin und potenziell schädliche Chemikalien enthält. Die sicherste Entscheidung bleibt auch bei Tabakerhitzern: Verzicht. Bis mehr Langzeitdaten vorliegen, ist Vorsicht geboten – besonders für jene, die glauben, mit IQOS endlich „rauchfrei“ und gesundheitsfreundlich zu genießen.

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