Was bedeutet „Schnappen“ beim Hund?

Wenn ein Hund schnappt, ist das kein willkürlicher Angriff – es ist ein Zeichen von Verzweiflung. Hunde greifen nur dann zu solchen Abwehrhandlungen, wenn sie sich bedroht fühlen und keine andere Möglichkeit mehr sehen, sich zu schützen. Das Schnappen und das darauf folgende Zwicken sind letzte Signale, mit denen der Hund sagt: „Bitte, geh weg!“

Viele Menschen übersehen die Warnungen, die dem Schnappen vorausgehen. Ein Hund zeigt zunächst viel subtilere Anzeichen, dass er unwohl ist: Er wendet den Kopf ab, leckt sich über die Schnauze, gähnt oder knurrt leise. Ignoriert man diese Signale, bleibt dem Tier am Ende nur noch die körperliche Abwehr – das Schnappen.

Wichtig ist daher: Ein schnappendes Tier ist kein böser Hund. Es ist ein Hund in Not, der sich nicht anders verständlich machen konnte. Statt zu bestrafen, sollte man die Situation entschärfen, den Hund in Sicherheit bringen und später lernen, seine frühen Stresssignale besser zu erkennen.

Schon kleine Kinder sollten deshalb lernen, Hunde nicht ungefragt zu umarmen oder zu bedrängen. Respekt und Ruhe schaffen Vertrauen. Und genau das braucht ein Hund, um sich sicher zu fühlen – statt schnappen zu müssen.

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