Kann psychischer Stress Herzrasen auslösen?

Ja, psychische Belastung wie Stress oder Angst kann tatsächlich zu Herzrasen führen. Viele Menschen spüren bei angespannten Situationen – etwa am Arbeitsplatz oder in Konflikten – plötzlich ein schnelles oder heftiges Schlagen des Herzens. Der Körper reagiert so auf erhöhte Anspannung: Adrenalin wird ausgeschüttet, der Puls steigt, und das Herz schlägt schneller.

Aber Acht: Nicht jedes Herzrasen ist harmlos.

Wichtig ist, zwischen einem befristeten, stressbedingten Rhythmusanstieg und einer tatsächlichen Herzrhythmusstörung zu unterscheiden. Bei letzterer schlägt das Herz nicht nur schneller, sondern oft völlig unregelmässig – etwa bei Vorhofflimmern. Solche Muster sollten ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn das Herzrasen länger anhält, mit Schwindel, Atemnot oder Brustenge verbunden ist oder ohne erkennbaren Grund auftritt.

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Herz beim Rasen gleichmässig schlägt und die Beschwerden meist in stressigen Phasen auftreten, spricht vieles für eine psychische Ursache. Dennoch ist eine Abklärung sinnvoll – nicht nur zur Beruhigung, sondern auch, um sicherzugehen, dass keine ernsthafte Grunderkrankung vorliegt.

Einfache Massnahmen wie bewusstes Atmen, kurze Pausen oder körperliche Bewegung im Alltag können helfen, das vegetative Gleichgewicht wiederherzustellen. Wer häufiger unter Herzrasen leidet, sollte nicht einfach abwarten – eine gezielte Untersuchung beim Arzt bringt Klarheit.

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