Warum wache ich mit Herzrasen auf?

Es ist ein beunruhigendes Gefühl: Mitten in der Nacht wach werden – und das Herz rast, als wäre man gerade einen Marathon gelaufen. Herzrasen beim Aufwachen ist nicht selten, aber es sollte nie als normal abgetan werden. Oft stecken harmlose Ursachen dahinter, doch manchmal kann es auch auf eine ernsthafte Gesundheitsstörung hinweisen.

Stress und innere Anspannung sind häufige Auslöser. Wenn der Körper nachts nicht richtig zur Ruhe kommt, kann das vegetative Nervensystem durcheinandergeraten – das führt zu vermehrter Adrenalinproduktion und damit zu einem beschleunigten Herzschlag. Auch Koffein am Abend, großer Flüssigkeitsverzehr vor dem Schlafengehen oder der Genuss von Alkohol können das Risiko erhöhen. Selbst unregelmäßige Essenszeiten oder ein schweres Abendessen können den Kreislauf belasten.

Der Puls im Schlaf liegt bei gesunden Erwachsenen meist zwischen 50 und 70 Schlägen pro Minute – je nach Fitness und Alter. Liegt er deutlich höher oder spürst du deutliches Klopfen, Drücken oder Flattern in der Brust, solltest du dies nicht ignorieren. Denn nächtliches Herzrasen kann auch auf Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Schilddrüsenüberfunktion oder Bluthochdruck hindeuten.

Wichtig: Wer regelmäßig mit Herzrasen aufwacht, sollte das vom Arzt abklären lassen. Eine einfache Langzeit-EKG-Untersuchung kann Klarheit schaffen. Oft reichen bereits kleine Änderungen im Tagesablauf – weniger Koffein, mehr Entspannung, regelmäßiger Schlaf – aus, um die nächtliche Ruhe zurückzugewinnen. Aber wenn der Grund medizinisch ist, ist eine gezielte Therapie notwendig. Höre auf deinen Körper – besonders, wenn er nachts Alarm schlägt.

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