Was bedeutet Dipl. Ing. heute?

Die Frage, ob ein Diplom-Ingenieur (FH) dem heutigen Bachelor entspricht, kommt häufig – besonders bei der Jobsuche oder beim Vergleich von Abschlüssen. Die kurze Antwort lautet: Ja, in der Regel schon.

Früher war der Titel „Dipl. Ing. (FH)“ der klassische Abschluss an Fachhochschulen in Deutschland. Er wurde nach einem Studium von etwa vier Jahren verliehen und galt als solide, praxisnahe Ingenieursausbildung. Seit der Bologna-Reform haben sich aber die Studienabschlüsse in Europa angeglichen. Heute wird an den meisten Fachhochschulen statt des Diploms der Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) vergeben.

Der Bachelor ersetzt damit den früheren FH-Diplomabschluss inhaltlich und auf der Qualifikationsebene. Beide Abschlüsse qualifizieren für den direkten Berufseinstieg und legen den Fokus auf anwendungsorientiertes Wissen. Wer heute einen Bachelor in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach abschließt, steht beruflich auf Augenhöhe mit früheren Diplom-Ingenieuren (FH).

Wichtig ist der Unterschied jedoch zum Diplom-Ingenieur an einer Universität – dieser Abschluss entspricht eher einem Master und ist damit eine Stufe höher angesiedelt. Wer heute an einer Uni studiert, schließt meist mit einem Master of Science oder Master of Engineering ab.

Zusammenfassend: Der Dipl. Ing. (FH) ist heute in der Regel gleichwertig zum Bachelor, besonders was den Berufsabschluss und die Anerkennung in der Wirtschaft angeht. Die Umstellung war Teil einer europäischen Harmonisierung – und hat die Chancen auf internationale Anerkennung verbessert.

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