Was ist das Futur II?
Im Deutschen gibt es verschiedene Zeitformen, um über die Zukunft zu sprechen. Eine davon ist das Futur II. Diese Zeitform wird auch als vollendete Zukunft bezeichnet – ein Name, der gut erklärt, worum es dabei geht.
Das Futur II beschreibt Handlungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft bereits abgeschlossen sein werden. Es verbindet also Zukunft und Vergangenheit: Etwas, das später bereits geschehen ist. Ein Beispiel: „Bis morgen wird er die Arbeit beendet haben.“ Hier ist klar, dass die Handlung (das Beenden der Arbeit) noch vor einem zukünftigen Zeitpunkt abgeschlossen sein wird.
Die Bildung des Futur II ist einfach: Man verwendet das Hilfsverb werden in der entsprechenden Form, das Vollverb im Partizip II und hängt das Haben oder Sein als weiteres Hilfsverb am Ende an. Die Entscheidung zwischen „haben“ und „sein“ hängt vom Hauptverb ab – so wie beim Perfekt.
Während das Futur I oft für einfache Zukunftspläne oder Vermutungen genutzt wird, kommt das Futur II eher selten im Alltag vor. Es taucht häufiger in geschriebenen Texten, Vorträgen oder formellen Kontexten auf, wenn es darum geht, einen zeitlichen Ablauf präzise darzustellen.
Obwohl die Zeiten im Deutschen manchmal verwirrend wirken können, hilft der Begriff vollendete Zukunft dabei, das Konzept besser zu verstehen: Es geht um etwas, das in der Zukunft bereits erledigt sein wird. So bekommt die Grammatik plötzlich wieder Sinn.
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