Apfelessig gegen Nagelpilz: Was hilft wirklich?

Nagelpilz ist hartnäckig und erfordert oft viel Geduld bei der Behandlung. Ein beliebtes und einfaches Hausmittel, das immer wieder empfohlen wird, ist Apfelessig. Doch wie wirksam ist die saure Flüssigkeit wirklich und worauf sollte man bei der Anwendung achten?

Der Hauptgrund für den Einsatz von Essig liegt in seinen antimikrobiellen Eigenschaften. Das saure Milieu erschwert es Pilzen, sich weiter auszubreiten. Normale Speiseessige wie Apfelessig weisen in der Regel einen Säuregehalt von etwa 5 Prozent auf. Dieser Wert gilt als optimal, da er mild genug ist, um die umliegende Haut nicht zu schädigen, aber stark genug, um das Wachstum der Erreger zu hemmen.

Wer zu stärkeren Mitteln greift, sollte vorsichtig sein. Zwar sind Produkte mit einem höheren Säuregehalt von bis zu 25 Prozent noch akzeptabel, doch hochkonzentrierte Essigessenz liegt genau an dieser Obergrenze. Ohne vorherige Verdünnung kann sie schnell zu schmerzhaften Hautreizungen oder gar leichten Verätzungen führen. Für ein Fußbad reicht es meist aus, lauwarmes Wasser im Verhältnis ein zu eins mit Apfelessig zu mischen und die Füße etwa 15 bis 20 Minuten darin zu baden.

Wichtig ist jedoch zu wissen: Essig kann bei leichten Verfärbungen unterstützen, ersetzt bei einem fortgeschrittenen Befall aber keine medizinische Therapie. Ergänzend sollte stets auf gute Hygiene, gründliches Abtrocknen der Zehenzwischenräume und atmungsaktive Strümpfe geachtet werden.

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